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Das unheimlich wichtige Spurenelement Eisen wird wohl von allen Spurenelementen am häufigsten als mangelnd diagnostiziert. Warum kann so schnell oder oft ein Eisenmangel eintreten und woran erkennt man diesen?Dazu sollte man erst einmal verstehen, wofür Eisen im Körper zuständig ist. Es ist erstens Bestandteil eines Proteins, des Hämoglobins, das den Sauerstoff transportiert. Direkt von der Lunge wird frischer Sauerstoff durch das Hämoglobin in den ganzen Körper verteilt. Wenn nicht genügen Eisen vorhanden ist, um das lebenswichtige Hämoglobin entstehen zu lassen, dann spricht man von einem Eisenmangel, der viele Symptome mit sich ziehen kann. In der Schwangerschaft und während des Stillens sind übrigens noch mehr Anteile des Spurenelementes nötig. Fälschlicherweise wird vegetarische Ernährung oft für die Ursache eines Eisenmangels oder für förderlich für diesen Nährstoffmangel gehalten. Doch die meisten Bluttests, mit denen man den Eisengehalt feststellen kann, zeigen, dass Vegetarier meist eher unter einem Proteinmangel, als an einem Eisenmangel leiden. Denn pflanzliche Proteine kommen so gut wie ausschließlich in Hülsenfrüchten vor, Eisen ist jedoch in einer Vielzahl von Früchten und Gemüsesorten enthalten. Eisenmangel, der Symptome wie Blässe, Gereiztheit, Mundecken oder Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit nach sich ziehen kann, kann auch durch Magen-Darm-Probleme ausgelöst werden. Ursache können entweder kleine Blutungen im Magen sein, durch die Eisen aus dem Blut verloren geht, doch da ist der Eisenmangel wohl eher das kleinere Übel, das oft zum Glück zur Diagnose solcher Blutungen führen kann. Es gibt verschiedene Arten von Eisen, das mit der Nahrung aufgenommen wird. Das Beste, also das am leichtesten für den Körper verwertbare Eisen, ist das zweiwertige Fe++, das im Gegensatz zu dem dreiwertigen leichter lösbaren Verbindungen eingeht. Dieses ist das sogenannte Häm-Eisen, das mit dem Hämoglobin aus tierischen Produkten in den Körper aufgenommen wird. Die Verwertung von Eisen aus pflanzlichen Stoffen, wie es bei der Ernährung von Vegetariern häufig ist, ist da aber schon schwieriger. Das ist wohl der Grund, warum vegetarische Ernährung stets schnell als Indikator für einen Eisenmangel gilt, der aber bei hohem Konsum von Gemüse und Obst, nicht sein muss. Und auch die Versorgung des Körpers mit Eisen durch diätische Lebensmittel, in Form von Kapseln, Tabletten oder als wasserlösliche Tablette, ist heute besonders einfach und empfehlenswert. Bei Verdacht auf möglichen Eisenmangel kann zwar ein Bluttest Bestätigung bringen, aber nur die Vermehrung der Eisen-Zufuhr bringt Linderung. Es ist empfehlenswert, ein Mineralien- und Spurenelemente-Supplement regelmäßig zu sich zu nehmen, es gibt inzwischen Präparate, die alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe liefern, bei akutem Mangel können aber auch Supplements, die einzig ein Spurenelement, Vitamin oder Mineral liefern, empfehlenswerter sein und die Mängel schneller auffüllen. Eisenmangel kann auch jeder Mensch erleiden, der besonders viel Tee oder Kaffee trinkt.Denn die Wirkstoffe der beiden können die Verwertung von Eisen im Körper verhindern. Bei Diäten oder Fastenkuren müssen diätische Lebensmittel eingenommen werden. Sie stellen zwar, wie so oft betont, keinen Ersatz für eine ausgewogene Ernährung dar, aber wenn es für den Körper hart auf hart kommt, wenn etwa keine oder kaum Nahrung zugeführt wird, dann ist er auf die Unterstützung durch die Nährstoffe in Supplements angewiesen. Und dankbar dafür. Doch mangelhafte Ernährung wirft mehr Lücken auf, als selbst Produkte, die den ganzen Tagesbedarf decken könnten, füllen können. Denn wenn andere Stoffe, die man für eine tägliche Ernährung annimmt, fehlen, können andere, zum Beispiel die fettlöslichen Vitamine nicht wirklich gut wirken. Ein Eisenmangel lässt sich zum Glück schnell beheben, es ist nur wichtig, ihn zu erkennen und keine anderen Ursachen hinter den Symptomen zu vermuten. Oft wird die Unzufriedenheit, die durch die Symptome des Eisenmangels auftritt, mit psychisch- seelischen Ursachen gedeutet. Tatsächlich kann ein Eisenmangel eine Person ziemlich depressiv oder schwach erscheinen lassen. Eisenmangel kann zu Schwindel, Antriebslosigkeit und Müdigkeit führen, die ja oft auch Anzeichen für leichte Depressionen sind. Auch kann der Eisenmangel Gereiztheit, Konzentrationsschwäche und Kälteempfindlichkeit nach sich ziehen, was oft als persönliche Unzufriedenheit mit den gegebenen persönlichen Umständen interpretiert wird und zu Problemen mit den Bezugspersonen und in der Arbeit führen kann. Hier merkt man einmal wieder, wie sehr eine ausgewogene Ernährung das Leben direkt betreffen kann, schade ist nur, dass ein Eisenmangel oft nicht als solcher erkannt wird. Die meisten Personen verzehren nach einiger Zeit eher zufällig wieder mehr Fleisch und Gemüse und fühlen sich wieder ausgeglichen und hatten keine Ahnung, dass die schlechte Phase in ihrem Leben ein einfacher Eisenmangel war.
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