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Illegale Substanzen beim Bodybuilding: Clentbuterol

Bei dem Wirkstoff Clentbuterol handelt es sich um ein verschreibungspflichtiges Medikament, das vor allem bei Asthma angewandt wird. Clentbuterol sorgt für eine Entspannung der Atemmuskulatur, wodurch sich die typischen Verkrampfungen während eines Asthmaanfalls verringern lassen. Clentbuterol besitzt zudem einen starken Fett verbrennenden Effekt. Verbotenerweise findet der Wirkstoff deshalb auch in der Tiermast Verwendung, denn mit der Verabreichung von Clentbuterol lässt sich in verhältnismäßig kurzer Zeit viel mageres Fleisch erzeugen. Masttieren Clentbuterol zuzuführen ist in der EU strengstens untersagt.

Clentbuterol als Dopingmittel

Bodybuilder, die auch zu unzulässigen Mitteln greifen, nutzen die anabole Wirkung von Clentbuterol. Die Substanzen im Arzneimittel verlangsamen in hoher Dosis eingenommen den Protein-Abbau in den Muskeln, was wiederum zu einer Vergrößerung der Muskelzellen führt. Aubbauprozesse laufen unter normalen Umständen ständig im Körper ab. Mit Training und einer entsprechenden Ernährungsweise wird diesem natürlichen Vorgang entgegengewirkt. Durch die Reduzierung der Abbauprozesse mit Clentbuterol lässt sich ein extrem schneller Muskelaufbau realisieren. Clentbuterol gehört zu den Beta-2-Agonisten, ist also kein Steroid, zählt aber trotzdem zu den unerlaubten Dopingmitteln. Die Einnahme von Clentbuterol darf nur unter ärztlicher Weisung und Kontrolle in vorgeschriebener Dosierung als Arzneimittel zum Einsatz kommen.

Die Nebenwirkungen von Clentbuterol

Doping mit Clentbuterol ist oftmals zunächst verbunden mit:

  • Muskelzittern
  • Muskelkrämpfen
  • Kopfschmerzen und Übelkeit
  • unnatürlichem Schwitzen
  • erhöhtem Blutdruck
  • starkem Herzklopfen
  • Schlaflosigkeit

Diese noch relativ geringen Nebenwirkungen verschwinden nach einer zweiwöchigen Einnahme zumeist wieder, sobald sich der Organismus an die Wirkstoffe von Clentbuterol gewöhnt hat. Viel schlimmer sind die Langzeitschäden, die Clentbuterol als Dopingmittel auslösen kann. In erster Linie sind das Herz, die Lunge und die anderen inneren Organe betroffen.

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